Fundgrube

Eine Reise durch das Human Design Mandala; mit den Schaltkreisen von Alpha zu Omega.
Das Erscheinen dieses Buches ist der Höhepunkt meines bisherigen HDS-Schaffens. Ich hätte nie gedacht, dass mich das 1qm große HDS-Mandala an der Wand meines Wohnzimmers zu derartiger Gedankenvielfalt und -tiefe inspirieren könnte. Wenn die persönliche Körpergrafik eines Menschen seine Statik beschreibt, dann folgt die Reise dieses Buches der Dynamik des gesamten menschlichen Lebens. So erschließt sich uns das Geheimnis hinter der Formel des Lebens, als das wir das HDS-Mandala getrost bezeichnen können. Ausgehend von einem fixen Startpunkt, dem Hexagramm 13, werden nach und nach in der anfangs leeren Körpergrafik die Schaltkreise aufgebaut. Was kommt zuerst und zuletzt, was ist der Sinn des Ganzen, wo begegnen wir der theoretschen Beschriebung im realen Leben, welche Zyklen von Anfang, Mitte, Ende sind gemeint, Alpha und Omega. Viele Fagen, zu denen viele Antworten gefunden werden. An einigen Orten der Reise werden überraschende Exkursionen ins Hinterland unternommen.

Eine philosophische Reise, die zu dem Schluss kommt; ja ,hier finden wir das Leben beschrieben wie es ist , als Mischung von Vertrautem und Herausforderung. Für das Verständnis sind Grundkenntnisse des HDS von großem Vorteil. Dazu zählen Kurse, umfassende Readings, Literatur wie die Bücher vun Peter Schöber und Infos auf den zahlreichen Internetquellen zum HDS. Auch diese Homepage liefert Grundlagen für das Verständnis. Denkbar ist auch der umgekehrte Weg, dass die Inspiration dieser Reise zu einem intensiveren Studium der Einzelheiten führt.

Denken und gedacht werden

Ort: Kiel, Lebensfreude Messe, ca. 2010. Meinem HDS Messestand gegenüber ein Stand mit einer Einzelkämpferin für eine interessante Therapie zur Ausrichtung der körperlichen Statik. Wir kommen ins Gespräch, und ihre Methode will ich ausprobieren.

Ort: Kieler Innenstadt. Ich befinde mich auf der Behandlungsliege in der Praxis. Neben der anstrengenden Tätigkeit, wobei allerdings alle Hebelgesetze geschickt genutzt werden, hat die Therapeutin noch genug Puste für eine durchgehende Unterhaltung über Gott und die Welt. In einer kurzen Gesprächspause denke ich an CD-Rohlinge und Druckertinte, die dringend gebraucht werden. Ich beschliesse vor der Rückfahrt von Kiel nach Bad Bramstedt den Besuch des Einkaufszentrums CITTI-Park am Ortsausgang von Kiel. Die Behandlung führte übrigens in mehreren Schritten dazu, daß mein Gewicht von 80 kg sich nicht mehr auf 46 kg für das linke Bein und 34 kg für das rechte Bein verteilte, sondern diese Differenz nachhaltig auf 2 kg zusammenschnurrte.

Ort: CITTI-Park. Ich erledige zügig meine Einkäufe und kann den Düften einer asiatischen Suppenküche nicht widerstehen. Mit dem Blick zum Tresen fange ich an, zu essen. Nach wenigen Löffeln, -welche Überraschung- taucht am Tresen die Therapeutin auf. Sie setzt sich an meinen Tisch und ich verfolge auf kürzestem Wege meine Vermutung.

Ich: Kommen Sie öfter hierher?

Sie: Eigentlich nie, ist für die kurze Mittagspause auch zu weit entfernt.

Ich: Und wann haben Sie den Plan gefasst?

Sie: Ja vorhin, während ihrer Behandlung.

Ich: Haben Sie Lust auf ein kleines Experiment?

Sie: (Leicht zögerlich) jaahh

Dann vertraut sie mir ihre Geburtsdaten an und ich fahre zum heimischen Notebook. Dort bestätigt sich meine Vermutung. Ihrem völlig offenen mentalen Bereich steht mein definierter mentaler Bereich mit 63-4. 61 und 17 gegenüber. Ob es den beiden Beteiligten gefällt oder nicht, offensichtlich hat hier eine übertragung von Gedanken stattgefunden. Zumindest eine Teilübertragung. Während sie nach einem Ort für ihre Mittagspause suchte, schwirrte für mein Anliegen der Ort CITTI-Park durch den Raum.

Zufall oder Wahrscheinlichkeit? Letzteres ist höchst unwahrscheinlich. Ich habe zwar in Kiel studiert, war im CITTI-Park zuletzt vor 40 Jahren. Sie verkehrt dort ebenfalls selten. Dann ist dieses Einkaufszentrum auch nicht ganz klein und sich dort ortsgenau und zeitgenau zu treffen, also, ein Sechser im Lotto scheint mir wahrscheinlicher. Zufall, ja, wenn auch nicht im Sinne einer Lostrommel. Sondern eher als die Entdeckung von Dingen und Zusammenhängen, auf die unser Bewusstsein nicht ausgerichtet ist. Gut gefällt mir das Verständnis dieses Geschehens als ein Lehrstück. Mein logischer Verstand nennt es sogar einen Beweis für die Funktionsweise des HDS. Deshalb ist diese Begebenheit fester Bestandteil von Vorträgen und Seminaren geworden. Für die Kurzfomel: Definiertes Zentrum = Sender und offenes Zentrum = Empfänger.

Daß wir uns bei Asia getroffen haben, mag man als Regieanweisung oder als Gag des Schicksals betrachten. Nüchtern logisch betrachtet ist das noch der Ort größter gemeinsamer Aufenthaltswahrscheinlichkeit während der Mittagszeit. Und auf der Suche nach einem passenden Ort für die Mittagspause ist die  Therapeutin bei meinem Gedanken an den Ort CITTI-Park fündig geworden.



Gedanken zum G-Zentrum

Das Kürzel G erscheint so geheimnisvoll wie das Wesen des Menschseins, das es zu beschreiben versucht. Das G codiert in zweifacher Weise die beiden Themen, die uns als das Kreuz der Sphinx und als das Kreuz der Liebe vertraut sind. Die beteiligten Tore sind 2-1-7-13 und 25-46-15-46. In der Sphinx steht das G für Geometrie, mit den Aspekten von Ort und Richtung. Gesucht werden Antworten auf die rätselhaften Fragen, wo befinde ich mich, wo komme ich her und wo führt es mich hin.  Wohin gehöre ich als dieser persönliche geometrische Ort? Das G der Liebe leitet sich ab von der Gravitation, vom Zusammenhalt durch die Schwerkraft und erfährt die spirituelle Transformation zur Anziehungskraft der Liebe.

Beide Kreuze suchen einander und komplettieren gemeinsam das Menschsein. Die Sphinx sucht die Liebe und möchte dabei ihre eigene Rätselhaftigkeit und die der Liebe erfassen. Und die Liebe sucht nach der Richtung und möchte ausgerichtet sein, ihre Wege finden und so am richtigen Ort sein.

Die Aspekte der Liebe präsentieren keine persönliche oder gar sexuelle Liebe, sondern die Liebe zum Sein. Sein ist gleichermassen auch Rätselhaftigkeit. Sein ist also in der Zusammensetzung beider Kreuze die Verwobenheit aus rätselhafter Liebe und geliebter Rätselhaftigkeit.

Im Wortspiel beider Kreuze miteinander zeigt sich  menschliche Identität darin, der Liebe eine Richtung zu geben, ein liebevoller Ort zu sein, die Liebe von Ort zu Ort zu tragen, ihr den Weg zu weisen, die Liebe zu begleiten, das Geheimnis der Liebe zu ergründen, liebevoll unterwegs zu sein, der Richtung der Liebe zu folgen.

Mit 4 individuellen Toren im G-Zentrum ist Menschsein, vielleicht besser Menschwerdung, ein stark mutativer Weg, auf  dem die Menschheit unterwegs ist. Der Schlüssel des Prozesses liegt im Tor 2, mit dem Namen: Das Empfangende und in der Hexagrammstruktur seiner 6 weiblichen Yin-Linien. Im üblichen Verständnis erscheint Führung als männliches Yang und Liebe als weibliches Yin. Die Schlüsselposition der richtungsweisenden Sphinx ist aber die totale Empfänglichkeit. Das lässt nur einen Schluss zu. Von den unendlich zahlreichen Wegen, um in allen Lebensbereichen von Hier nach Dort zu kommen, ist der Weg in Liebe die eigentliche Essenz.

Zu diesem Fazit hat mich auch ein Gedanke von Joachim Ernst Behrendt (1922-2000) inspiriert. Er schreibt in seinem Buch "Es gibt keinen Weg, nur gehen" auf Seite 39 folgendes. "Mein Weg ist weiblich. Jeder Weg ist weiblich, auch jede Strasse. Die Weg ist da, wartet auf Liebhaber-zieht sie liebend über sich-nimmt sie auf..hat viele? Hat keinen?...Hat nur sehr wenige (wie die Weg, auf der ich gehe). Liegt da und wartet-bereit-empfangend-dennoch nie schwanger. Nie gebährend und immer befruchtet. Rein-was auch geschieht."



Mein Staffelholz

Privat habe ich diese Geschichte schon oft erzählt und möchte sie jetzt auch an dieser Stelle öffentlich machen. Auch wenn sie  eigentlich nur mich persönlich betrifft.

Das Erscheinen meines ersten Buches "Eine Reise durch das Human Design Mandala" stellte mich auf eine lange Geduldsprobe. Nachfragen zwecklos, die Dinge nahmen ihren Lauf, wahrlich nicht meinen. Eines Tages, wie im Märchen, habe ich einen HD-Kurs unterrichtet und entgegen meinem bisherigen Konzept die  Grafik von Ra Uru Hu verwendet (1. Zufall). Im Verlaufe des Vormittags klingelte das Telefon, und es meldete sich die Verlegerin des Ibera Verlags, wo mein Entwurf des Buches in der Warteschleife kreiste (2. Zufall und wegen der 1,5 jährigen Wartezeit ziemlich zufällig). Was machen wir jetzt, so ihre Frage. Erklären Sie doch bitte noch mal in 2 Sätzen den Sinn und Zweck Ihres Buches, so ihre Aufforderung. Vielleicht inspiriert durch das Seminar müssen die Antworten wohl überzeugend gewesen sein. Ihr Kommentar: Gut dann machen wir das jetzt. Und ich schicke Ihnen die letzten Korrekturen. Gesagt, aufgelegt und geschehen. Allgemeine Freude im Seminar.

(3. Zufall) Er war von trauriger Natur und offenbarte sich abends beim Checken der E-Mails. Ra Uru Hu, der Begründer des Human Design Systems, war am Morgen dieses Tages nach einem Herzinfarkt verstorben.

Zwischen den 3 Zufällen gab es keinerlei erkennbare Absprachen. Die Kursteilnehmer waren Zeugen des Geschehens. Jedes Einzelereignis hätte irgendwann geschehen können. Die 3 Würfel waren nur für mich genauso gefallen. Ich empfinde in dieser Sache immer noch sehr stark die Aufforderung des Schicksals, meinen Weg im HDS fortzusetzen. Und den möchte ich als prinzipientreu, aber nicht als orthodox bezeichnen. Mein zweifelnder Verstand mit 63-4 und 17 hat sich oft damit beschäftigt, ob ich ein dummer oder ein kluger, ein guter oder ein schlechter Lehrer bin. Seit diesem Tag trägt mich die überzeugung, daß ich ein besonderer Lehrer bin, dem Beifall und Ablehnung zu teil werden kann. An dem sich auch die Geister scheiden können. Und als Sphinx bin ich nur auf einem von vielen Wegen in meiner Art und  Weise unterwegs.

Jener Tag war für mich die übergabe des Staffelholzes in Sachen HDS von Ra, den ich sehr, sehr wertschätze, auf mich und meine Etappe im HDS.

Ich empfinde mich hierin als vom Schicksal geehrt.

Mein persönliches G-Zentrum

Mit dem Inkarnationskreuz der Sphinx (2/1 und 13/7) und zusätzlichen 2 Toren des Kreuzes der Liebe (15 und 46) ist meine Identität üppig ausgestattet. Man sollte annehmen, daß damit die Antwort auf meine Frage "Wer bin ich, dieser Hans-Werner Janssen?" ein Selbstgänger sein sollte. Weit gefehlt! Nach fast 20 Jahren der Beschäftigung mit dem HDS lautet mein Bekenntnis, daß dies nicht der Fall ist.  Der Weg zu  dieser Selbsterkenntnis war lustvoll, leidvoll und von Irrtümern begleitet.

Zur formalen Vollständigkeit der G-Zentrums fehlen mir die Tore 10 und 25. Deshalb ist mir als LehrmeisterIn jeder Mensch mit dem Kreuz der Liebe hoch willkommen. Stets ist es mehr als einfache Ergänzung. Oft entsteht dabei etwas, das ich als Innigkeit bezeichnen möchte. Die Beschäftigung mit diesem Thema hat in den letzten Jahren in meinem Leben Fahrt aufgenommen. Und wie von Geisterhand haben viele Kreuze der Liebe meine Wege der Sphinx gekreuzt. Beispiele sind ein LD-Kurs mit 2 Kreuzen der Liebe bei 3 Teilnehmerinnen oder 2 Anmeldungen zum Reading innerhalb weniger Stunden von 2 anderen Kreuzen der Liebe. Den Höhepunkt dieses Themas bildet eine sehr persönliche Begegnung, deren tiefe Magie ich hier nicht in Worte fassen möchte.

über die Einheit beider Kreuze zur Definition des Menschseins hinaus, empfinde ich eine weitere Quelle der Sehnsucht nach den Toren 10 und 25. Sie wurde für Tor 10 auch dadurch (teilweise) gestillt, daß in allen Solar-Returns meiner 7,5 Lebensjahrzehnte das Tor 10 mit Abstand am häufigsten aufgetreten ist. Das war stets Lehr- und Lernmaterial. Die weitere Erklärung entnehme ich dem Human Design Mandala. In ihm stehen sich immer 2 Hexagramme gegenüber und bilden eine Opposition, die sich in Kooperation oder in Konfrontation begegnen kann. Letztlich bilden sich jedoch eine Einheit, eine untrennbare Zusammengehörigkeit. Alle 32 Oppositionen werden ausführlich in meinem 2. Buch "Die Oppositionen im Human Design Mandala" beschrieben.

Ein Auszug hier in aller Kürze. Von Bedeutung für mein G-Zentrum  neben der Sphinx sind am Himmel die Oppositionen 15-10 und 46-25.  Sie beschreiben, was ich habe (15 und 46) und was die Sehnsucht dieser beiden Oppositionen nach Einheit erfüllt, nämlich 10 und 25. Die Liebe zur Menschheit in 15 bedingt, braucht und sucht die Liebe zu sich selbst in 10. Und im Gleichgewicht der Kräfte kann die Liebe zu mir selbst nicht größer sein, als es meiner Liebe zur Menschheit entspricht. Frei nach den hermetischen Prinzipien, wie innen so aussen. In der Opposition 46-25 begegnen sich die Liebe zum Makrokosmos, zu allen was ist in 25 und der Mikrokosmos der Liebe zum eigenen Körper in 46. Meine Liebe zum Körper ist die Basis für meine Liebe zum großen Ganzen. Und wer hier die Welt verachtet, lässt das auch seinem Körper widerfahren.

Zusammengefasst können die Begegnungen mit den Toren der Opposition stets zur Steigerung der eigenen Qualitäten führen. Im Streben nach der Einheit des  Themas einer Opposition erfährt dar eigene Anteil ein Feintuning durch die Begegnungen mit der anderen Seite. Statt dieser positiven Beeinflussung ist natürlich auch negative Konditionierung möglich.



Zufall, hell und dunkel

23.4.2018, 13:30

Mail von Heinz F. (Name geändert) Ihr (also das von mir erstellte) Reading vor vielen Jahren..hat mich ruiniert, finanziell, privat wie gesundheitlich

23.4.2018, 16:00

Mail von Guido B.. Wollte mich schon lange melden wegen des Readings von 2012 !! Nochmals vielen Dank für ihr tolles Reading, das Interesse auf mehr gemacht hat.

Derartige Kommentare sind nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Hier innerhalb von 150 Minuten zugleich Verdammnis und Lob für zwei  Uraltanliegen der beiden Absender. Die 2 Seiten einer Medaille finden immer wieder zueinander. Mit Heinz F. hat noch ein klärendes Telefonat stattgefunden.



Zufallsknoten Buch und Bayern

Als Bewohner des nördlichsten Bundeslandes ist Bayern eher nicht mein Kernland für HDS Kontakte. Während ich am 31.Juli ein Reading für Elisabeth F. versandfertig mache, ploppt zeitgleich eine Mail von Anna H. herein. Bayrisches Ziel für das Reading und bayrische Herkunft einer Mail. Soweit, so na ja.

 Anna H. hat als Thema ihre Wiederentdeckung meines Buches "Eine Reise durch das Human Design Mandala" , das sie nach Jahren mit einer neuen Tiefe von Verständnis liest. Ich dagegen habe am Vortag aus meinem Bücherregal ein Buch ergriffen, das dort ebenfalls lange geduldig gewartet hat. In "Es gibt keinen Weg nur gehen" vermittelt Joachim Ernst  Behrendt einige Gedanken, die ich als Seelenverwandschaft bezeichnen möchte. Auch so, na ja.

Aus räumlicher, zeitlicher und sachlicher Verknüpfung der drei Stränge Anna, Elisabeth und Hans-Werner empfinde ich schon ein kleines  Wow. Die Weltenuhr des Human Design Mandalas mit ihren planetarischen Zeigern für Ereignisse demonstriert hier in verspielter Weise, ohne tiefgründigen Sinn oder Zweck ein  Zusammenwirken und ist so Ausdruck von Lebendigkeit.  



Rot im Spiegel
Diese Grafik zeigt eine Manifestorin, die jederzeit kraftvoll aus ihrem Gefühl und aus dem Existenzdruck des Wurzelzentrums heraus handeln kann. Ohne Klarheit der Gefühle und ohne Information führt allgemeiner Widerstand im Regelfall zu wütender Erfolgslosigkeit.
Rot im Spiegel
Aber, es geht auch anders. Und das ist dann ein Beitrag zu Reflektion und Weisheit der offenen Zentren. Die Begegnung mit dieser Frau fand statt auf einer Kunstausstellung. Dort präsentierte sie bemalte Leinwände, die auf Holzrahmen in Form von Quadraten und Dreiecken aufgezogen waren. 90% der Exponate waren knallrot mit einem goldenen Kreis in der Mitte und wurden von der Künstlerin als Energie- und Kraftbilder bezeichnet. Da sie mit dem Wesen des HDS vertraut war, fiel die Interpretation ihrer Kunst auf fruchtbaren Boden. Dann stehen die roten Formen für das Herz- und das Sakralzentrum. Empfunden wird ihre allgemeine überforderung und Kraftlosigkeit verbunden mit der Aufforderung, sich hier die eigene Gestaltung von Vitalität und Herzensqualitäten nicht nehmen zu lassen. Also kein generelles Ja zu Verpflichtungen aller Art und totaler Selbstlosigkeit, sondern selbstbewusste Taten und Handlungen. Was könnte eine unabhängige Manifestorin besser beispielhaft vertreten! Wie könnte die empfundene Weisheit dieser Zentren empathischer und zugleich künstlerisch kraftvoller in die Welt gebracht werden!

Die grüne Frau
Es gibt ja nicht nur eine Körpergrafik für Menschen, sondern ein Design für jede Form einer Existenz; also Tiere, Pflanzen und unbelebte Objekte. Pflanzen werden durch drei Zentren beschrieben. Der gelbe Ort der Identität benennt die Art als Tulpe oder Eiche. Das rote Zentrum der Lebendigkeit sorgt für Wachstum und Fortpflanzung. Das dritte Zentrum reagiert auf die Umwelt, auf das Wetter und dient dem pflanzlichen Wohlergehen.
Die gruene Frau

Im Vergleich betrachten Sie jetzt bitte die Grafik von Annemarie Eigner, Schwester des Autors. Ihre Definitionen sind identisch mit denen einer Pflanze. Definition Pflanze
So etwas kommt halt mal vor; und erst ihre Kurzbiografie enthüllt die Tiefe dieser Gegenüberstellung. Annemarie hat Botanik studiert und einen Botaniker geheiratet. Sie hat öffentliche Bauerngärten angelegt und darüber Bücher geschrieben. Sie haben gemeinsam einen Garten von unendlicher Vielfalt und Schönheit. Hier herrscht der Geist von Findhorn. Unter anderem gedeihen dort über 100 alte Rosenarten, aus vielen Teilen Europas zusammengetragen. Seit 15 Jahren sind die beiden auch Waldbesitzer. Und die Krone dieser ungewöhnlichen symbiotischen Beziehung von Pflanze und Mensch ist die Ausbildung zur Bachblüten Therapeutin und die praktische Anwendung dieser Heilmethode.
Perfekt wird die Kooperation zwischen Mensch und Pflanze durch die gemeinsame Definittion 15-5. Jeder extreme pflanzliche Lebensrhythmus erfordert seine speziellen festen Gewohnheiten, wie Standort, Pflege und Aufzucht. Das ist hier garantiert und illustriert den gärtnerischen grünen Daumen einer Person

Zeit und rote Zentren
In der griechischen Mythologie waren zwei Götter für die Zeit zuständig. Der bekanntere ist Chronos. Er steht für die Quantität der Zeit, ihre Strukturierung und Messung und hat sich in Begriffen des täglichen Lebens wie Chronist oder Chronometer erhalten.
Sein Pendant ist Kairos. Er steht für die Qualität der Zeit und hat sich in unserer Sprache kein bleibendes Denkmal gesetzt. Wir empfinden aber seine Bedeutung sehr stark, wenn wir von guten und schlechten Zeiten sprechen, die rasend schnell oder quälend langsam vergehen. Beide Aspekte der Zeit sind untrennbar miteinander verbunden, wie analog im HDS-Mandala alle Positionen der roten Zentren, Ego und Sakral. Und wir können unser Verständnis der Zentren durch die Zuordnung jeweils eines Zeitaspektes erweitern. Wie die Vermischung der Zeit selbst ist diese Zuordnung nicht absolut zu sehen.
Dann erhält das Herz oder Egozentrum die Quantität zugewiesen. Dann wird aus Arbeit hauptsächlich Leistung, also Verrichtung einer Tätigkeit innerhalb einer Zeitspanne. Ist diese kurz, so ist die Leistung groß. Das Herz als Organ steht für das Leistungsprinzip durch die Regulierung seiner Schlagfrequenz und ändert so die Pumpleistung. Diese wird dann im Ergometer auch in Watt als physikalische Einheit der Leistung angegeben. Das Herzzentrum steht im Mittelpunkt der Gemeinschaft, im Zentrum des Stammesschaltkreises. Hier ist Leistung ein sehr werthaltiger Begriff.

Das Sakralzentrum ist dagegen eher an der Qualität seiner Arbeit interessiert. Was es im Beruf und in Beziehungen gestalten möchte, soll Spaß und Freude machen. Nicht die Schnelligkeit ist oberstes Gebot, sondern die zeitlose Hingabe an den Prozess. Das kann jeder an sich selbst, einem Tüftler oder einem Lebenskünstler beobachten. Das Ende sollte offen sein, bis das Sakralzentrum selbst entscheidet, nun ist gut und genug. Bei der ausgeprägten Reaktionsfähigkeit auf den Moment bedeuten feste Zeitpläne generell einen Verlust an Kreativität und wird als Frust registiert. Menschliches Leben erfordert beide Seiten in einem harmonischen Miteinander. Jeder möge dazu seine eigenen Studien treiben.


Verstand und Neurologie
Die moderne Hirnforschung liefert faszinierende Ergebnisse. Da erscheint es vielen Menschen sehr provokativ, dem Verstand die Autorität für korrekte Entscheidungen abzuerkennen. Andere Forschungen brechen eine Lanze für ein Handeln nach dem Bauchgefühl. Die typisch mentale Verwirrung darüber nährt sich von allen Seiten.

Deshalb hier das Angebot einer vereinfachten Erklärung.

Körperteile und Sinnesorgane nehmen wahr, empfinden und senden alle Impulse zur Bearbeitung ins Großhirn. Hier wird registriert, verglichen, verknüpft, benannt und das Resultat veröffentlicht. Es scheint fast, als würde der Reiz durch diese geniale Dienstleistung erst entstehen! Das Ganze entspricht einer gut organisierten Arbeitsteilung, die frei von Eitelkeiten sein sollte.
Der Verstand könnte nämlich sagen: Ich fühle Schmerz, Hunger oder Glückseligkeit. Deshalb muss ich handeln. Trotzdem ist er nicht Ort und Quelle seiner Empfindungen, die der blutende Finger, der knurrende Magen oder die Umarmung des Liebsten verursachen. Andererseits können Finger, Magen und Glück allein nicht angemessen reagieren.
Letztendlich geht es auch nicht um den Streit über die Urheberschaft, sondern dass alle körperlichen Bereiche ihre Signale der Zentrale zur Verfügung stellen. Sie tun das im festen Vertrauen, dass hier aktuell zu ihrem eigenen Wohl gehandelt wird und in zweiter Linie zum Allgemeinwohl.
Genau an diesem Punkt trennen sich die mentalen und körperlichen Geister. Korrekt, wenn man so will, lässt der Körper im Gehirn arbeiten und trifft dann mit dem Ergebnis seine Entscheidung. Wir handeln nach Typ und Strategie. Im anderen Fall entwickelt der Verstand Vorstellungen, die der aktuellen Situation nicht entsprechen und die dann vitale körperliche Interessen verletzen.

Was hier analytisch seziert wird, ist in der Praxis undurchdringlich miteinander verwoben. Da lohnt sich ein Blick hinter die Propaganda des Verstandes.

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